Das Schweizer Technologieunternehmen K2G Holding AG hat mit MyGenny einen KI-gestützten Versicherungsmanager auf den Markt gebracht, der Policen analysiert, Angebote transparent vergleicht und Verträge langfristig begleitet. Zum Start am 10. August 2026 konzentriert sich die Plattform exklusiv auf den Schweizer Markt und startet zunächst mit Autoversicherungen, um Verbrauchern den Umgang mit unübersichtlichen Verträgen deutlich zu erleichtern.
Der Schweizer Versicherungsmarkt im digitalen Wandel
Versicherungen gehören für die Menschen in der Schweiz zum alltäglichen Leben, doch die dazugehörigen Dokumente sind häufig schwer verständlich. Kunden müssen sich durch komplizierte Prämien, Deckungen, Selbstbehalte, Ausschlüsse und seitenlange Vertragsbedingungen kämpfen. Um die passende Absicherung zu finden, ist es oft notwendig, zahlreiche Webseiten, Unterlagen und Angebote parallel zu durchsuchen. Eine neue Schweizer Technologieplattform will diesen zeitaufwendigen Prozess nun grundlegend vereinfachen. MyGenny wurde von der K2G Holding AG mit Sitz in Baar im Kanton Zug entwickelt und ist ab sofort öffentlich in der Schweiz verfügbar. Das Land dient dabei als exklusiver und erster Launchmarkt für die neuartige Anwendung. Im Gegensatz zu klassischen Vergleichsportalen, die meist nur eine oberflächliche Rangliste von Versicherungsprämien anzeigen, setzt MyGenny direkt bei der individuellen Situation des Kunden an. Die Plattform analysiert bestehende Policen, vergleicht Online-Angebote anhand von Preis und Leistung und begleitet den Nutzer auf Wunsch auch nach dem erfolgreichen Vertragsabschluss.
Künstliche Intelligenz macht Policen transparent und verständlich
Ein zentrales Element von MyGenny ist die KI-gestützte Analyse von komplexen Versicherungsdokumenten. Nutzer haben die Möglichkeit, ihre aktuelle Police ganz unkompliziert als PDF oder in Form eines Fotos hochzuladen. Die intelligente Anwendung erkennt daraus selbstständig wichtige Eckdaten wie den Versicherer, das genaue Produkt, die Prämie, den Deckungsumfang, den vereinbarten Selbstbehalt sowie die Laufzeit des Vertrags und stellt diese übersichtlich dar. Dadurch erhalten Kunden direkte Antworten auf zentrale Fragen, die im Alltag oft unbeantwortet bleiben. Sie erfahren auf einen Blick, welche Risiken tatsächlich versichert sind, wie hoch der finanzielle Selbstbehalt im Schadenfall ausfällt und welche konkreten Leistungen im Vertrag enthalten sind.
Zusätzlich können Anwender ihre ganz persönlichen Fragen zu ihren Policen in natürlicher Sprache stellen. Die künstliche Intelligenz erklärt komplizierte Fachbegriffe, versteckte Ausschlüsse und feine Unterschiede zwischen den verschiedenen Versicherungsleistungen auf eine leicht verständliche Art und Weise. Der gesamte Ansatz ist dialogorientiert aufgebaut. Statt lange und ermüdende Fragebögen auszufüllen, stellt der Nutzer einfach eine Frage, lädt ein Dokument hoch oder beschreibt das zu versichernde Objekt. Sollten für eine präzise Auswertung wichtige Angaben fehlen, hakt die Anwendung gezielt nach, um ein vollständiges und exaktes Bild zu erhalten.

Mehr als nur der billigste Preis: Der ganzheitliche Leistungsvergleich
Bei der Auswahl einer Versicherung spielt der Preis für viele Konsumenten eine entscheidende Rolle, doch das günstigste Angebot ist nicht immer die beste Wahl. K2G hat MyGenny deshalb so konzipiert, dass nicht ausschließlich nach der niedrigsten Prämie gesucht wird. Ein sehr günstiger Tarif geht in der Praxis häufig mit einem deutlich höheren Selbstbehalt, einer geringeren Deckung oder dem Wegfall wichtiger Zusatzleistungen einher. Die integrierte Vergleichsansicht führt deshalb verschiedene relevante Kriterien sinnvoll zusammen. Dazu gehören neben der reinen Prämie auch die Art der Deckung, die Selbstbehalte sowie spezifische Zusatzleistungen.
Besonders im Bereich der Autoversicherungen macht die Plattform feine Unterschiede sichtbar, die für Fahrzeughalter von grosser Bedeutung sind. Dazu zählen unter anderem Absicherungen bei Parkschäden, Glasschäden, Mitnahme persönlicher Gegenstände, Insassenunfälle, Pannenhilfe oder ein integrierter Bonusschutz. Die bereits vorhandene Police des Kunden dient dabei als fester Referenzpunkt im System. Auf diese Weise lassen sich mögliche finanzielle Einsparungen, aber auch eventuelle Mehrkosten oder Leistungsunterschiede sofort erkennen. Das übergeordnete Ziel besteht darin, dem Kunden nicht nur ein preiswerteres Angebot zu präsentieren, sondern ihm exakt aufzuzeigen, welche Gegenleistung er für sein Geld erhält.
Ein strukturierter digitaler Prozess in sechs Schritten
Der Ablauf bei der Nutzung von MyGenny folgt einem klar gegliederten, digitalen Sechs-Schritte-Prozess. Im ersten Schritt lädt der Kunde seine bestehende Police hoch oder beschreibt präzise seinen aktuellen Versicherungsbedarf. Im zweiten Schritt filtert und strukturiert die Plattform alle technisch und rechtlich verfügbaren Online-Angebote des Marktes. Darauf folgt im dritten Schritt der detaillierte Vergleich von Preis und Leistung. Der vierte Schritt gibt dem Nutzer die Möglichkeit, gezielte Fragen zu einzelnen Deckungen, vertraglichen Ausschlüssen oder den finanziellen Auswirkungen zu stellen.
Im fünften Schritt wird der Kunde je nach ausgewähltem Modell entweder direkt zum jeweiligen Versicherer weitergeleitet oder nutzt einen regulierten digitalen Abschlussprozess. Nach erfolgreich getätigtem Abschluss geht der Prozess im sechsten und letzten Schritt weiter. Die Plattform speichert die Police sicher ab, überwacht automatisch sämtliche Vertragsfristen und unterstützt den Nutzer bei späteren Änderungen oder notwendigen Erneuerungen. Auf diese Weise verwandelt K2G den klassischen Versicherungsvergleich von einer einmaligen Suche in eine dauerhafte, digitale Vertragsverwaltung.
Vier flexible Modelle für unterschiedliche Kundenbedürfnisse
Um den vielfältigen Bedürfnissen der Nutzer gerecht zu werden, bietet MyGenny zum Start vier unterschiedliche Zugangsmodelle an. Das kostenlose Freemium-Modell beinhaltet den KI-Chat, den Upload von Policen, die automatisierte Datenauslesung, verständliche Erklärungen sowie den reinen Vergleich von verfügbaren Online-Angebote. Für einen verbindlichen Vertragsabschluss wird der Nutzer in dieser Variante direkt zur Website der jeweiligen Versicherungsgesellschaft geführt.
Das Basic-Modell richtet sich an Personen, die bis zu drei Verträge verwalten möchten. Zusätzlich zu den Funktionen des Freemium-Modells erhalten Nutzer hier eine digitale Vertragsverwaltung, eine automatische Fristenüberwachung sowie tatkräftige Unterstützung bei anstehenden Erneuerungen. Der reguläre Preis liegt bei fünf Schweizer Franken pro Monat oder sechzig Franken pro Jahr. Für Haushalte und Familien mit bis zu zehn Verträgen wurde das Multi-Modell konzipiert, welches monatlich zehn Franken oder im Jahresabo einhundertzwanzig Franken kostet.
Das vierte Modell ist das exklusive Concierge-Angebot, welches die digitale Plattform um persönliche Broker-Leistungen, eine direkte Hotline und persönliche Betreuung im Schadenfall erweitert. Aktuell erhebt K2G für dieses Modell keine separate Beratungsgebühr, da die Finanzierung über offengelegte Vergütungen der Versicherer erfolgt. Zum offiziellen Marktstart im August 2026 gewährt das Unternehmen zudem einen Einführungsrabatt von fünfzig Prozent auf das erste Vertragsjahr der Modelle Basic und Multi.
Datenschutz, Neutralität und klare Verantwortlichkeiten
Ein zentraler Pfeiler des Geschäftsmodells von MyGenny ist die strikte Trennung zwischen der technologischen Plattform und einer regulierten Versicherungsvermittlung. K2G betreibt die Software, verwaltet die Nutzerkonten und steuert die künstliche Intelligenz, während Tätigkeiten, die unter die regulierte Vermittlung fallen, von zugelassenen Experten verantwortet werden. Auch in puncto Neutralität setzt das Unternehmen klare Massstäbe. Die Modelle Freemium, Basic und Multi finanzieren sich über Abonnements oder sind komplett kostenlos, wodurch keine produktabhängigen Provisionen die neutrale Darstellung verfälschen.
Da Anwender sensible Dokumente hochladen, nimmt der Datenschutz einen sehr hohen Stellenwert ein. Das Unternehmen garantiert die Einhaltung strenger Schweizer Datenschutzstandards, verschlüsselte Übertragungswege und die volle Kontrolle des Nutzers über die eigenen Daten. Persondaten und Policeninformationen werden ausdrücklich nicht zum Training öffentlich zugänglicher KI-Modelle verwendet. Die Plattform steht zum Start in zahlreichen Sprachen zur Verfügung, darunter Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch, womit K2G den Grundstein für eine moderne und transparente Versicherungsverwaltung in der Schweiz gelegt hat.
